Jugensförderungswerk MG e.V.

Erfahrungsbericht über den Deeskalationskurs im Mai 2010

Wir hatten direkt das „komplette Programm“ gebucht. Zehn Wochen intensive Arbeit an Gewaltsituationen im beruflichen Alltag an einem Bildungsträger in Mönchengladbach.
Unsere beiden Gruppen waren bunt gemischt, Damen und Herren zwischen 23 und 63 der verschiedensten Berufsgruppen, von Pädagogischen Fachkräften bis zu Handwerksmeistern und Lehrkräften. Auf die Frage, was uns angeboten würde, antworteten Marc und Harry: „Wir können alles, was ihr wollt!“ – Große Worte…

In einer ersten Austauschrunde stellten wir uns vor und nannten unsere persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit Gewalt. Wir wünschten uns grundsätzliche einfache Techniken um uns selbst und andere schützen zu können, rechtliche Grundlagen, Informationen zu Mobbing, Amok und einen eigenen Termin für die Damen zu sexueller Gewalt.
Und – tatsächlich Marc und Harry konnten alles!

In lockerer und freundlicher, aber an den richtigen Stellen auch ernsthafter und ernstnehmender Atmosphäre wurden alle Themen angegangen – Theoretisch und praktisch, mit Daten untermauert, mit Erfahrungsberichten veranschaulicht. Jede Frage wurde aufgenommen und beantwortet, auch „Hausaufgaben“ wurden von den Trainern gemacht.

Wir fühlten uns sehr gut beraten und aufgehoben. Wir haben viel gelernt und erfahren. Wir haben uns Dinge getraut, wie den „schwarzen Mann“ zu verprügeln (Sorry, Marc!) oder nach der Rechtssprechung bei der Nutzung eines menschlichen Schutzschildes zu fragen. Wir hatten viel Spaß, haben intensiv an uns und dem Arbeitsalltag gearbeitet und sehen Gewaltsituationen nun aus einem anderen Blickwinkel, sie sind vermeidbar und lösbar!

Vielen Dank für diese Bereicherung!

Christina Krings,

Dipl.-Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin

am  Jugendförderungswerk Mönchengladbach e. V.